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Philippinischer Peso

Die der Philippinen heißt philippinische Peso. Es existiert eine Unterwährung, die sich nach dem Dezimalsystem berechnet und Centavos oder Sentimos genannt wird.

Nach Einführung des philippinischen Peso in den fünfziger Jahren wurde dieser zunächst fest an den US-Dollar gebunden. Der Wechselkurs betrug 1:2, das heißt, man bekam für einen US-Dollar rund zwei Peso. Die Bindung blieb circa 10 Jahre stabil, danach stiegen jedoch die Inflationsraten stark an. Infolgedessen wurde der Peso mehrfach stark abgewertet, im Jahr 1970 bekam man zum Beispiel für einen US-Dollar schon rund vier Peso. Hauptschuld an diesen starken Währungsschwankungen hatte das so genannte Festkurssystem von Bretton Woods.

Anfang der siebziger Jahre wurde schließlich die Bindung des Peso an den US-Dollar völlig neu überarbeitet und festgelegt. Von nun gab es mehrere verschiedene Wechselkurse, die jeweils für unterschiedliche Einsatzzwecke konzipiert waren. Es gab spezielle Wechselkurse für Importe, Exporte oder auch für Schulden. Das neue System bewährte sich und stabilisierte die Währung, bis es 1983 zu einer erneuten schweren Finanzkrise auf den Philippinen kam. Im Zuge dieser Krise wurden die multiplen Wechselkurse dann wieder abgeschafft.

Um die Währungsprobleme in den Griff zu bekommen, führte die philippinische Regierung Mitte der achtziger Jahre ein neues System mit nun flexiblen Wechselkursen ein. Die Wechselkurse können sich fortan relativ frei bilden, die philippinische Zentralbank übernimmt seit dem nur noch eine überwachende und schwache regulierende Funktion, das heißt, sie greift nicht mehr aktiv ein, um die Wechselkurse zu manipulieren.

Auch diese Maßnahmen konnten jedoch die bis heute andauernde kontinuierliche Abwertungen nicht stoppen. Im Jahr 1997 bekam man für einen US-Dollar bereits rund 30 Peso, 2004 lag der Wechselkurs dann schon bei rund 56 Peso pro US-Dollar. Hier lässt sich die dramatische Entwicklung ganz deutlich erkennen. Auch für die nächsten Jahre wird eine weitere Abwertung vorausgesagt, da die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auf den Philippinen seit etlichen Jahren einen deutlichen Abwärtstrend zeigt.

Philippinen
Hauptstadt: Manila
Amtssprache: Filipino, Englisch
Bevölkerung: ~ 98 Mio
Staatsfläche: 300.000,00 km2