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Ertragsteuer

Von einer Ertragsteuer spricht man, wenn der entsprechende Steuerbetrag auf einen Ertrag erhoben wird. Dieser Ertrag kann beispielsweise aus einem Unternehmen hervorgehen, aber auch aus angelegtem Kapital. Daher sind die sowie die Kapitalertragsteuer beziehungsweise die neue Abgeltungssteuer sehr gute Beispiele für Ertragsteuern. Man spricht bei den Ertragsteuern auch oftmals von so genannten Erfolgsteuern. Zu ihnen zählt übrigens auch die Steuerform in Deutschland, welche die höchsten Erträge für den Staat abwirft: die Einkommensteuer. Auch die Kirchensteuer fällt mit unter Ertragsteuern.

Es ist also bei der Ertragsteuer unerheblich, ob es sich dabei um eine Personensteuer oder um eine Objektsteuer handelt. Allen gemeinsam ist dabei die Technik der Erhebung: Sie wird im Rahmen der Veranlagungssteuer durchgeführt. Doch nicht alle Steuern, die auf Erträge erhoben werden, werden grundsätzlich unter dem Sammelbegriff Ertragsteuern zusammengefasst. Zu nennen ist hier beispielsweise die Gewerbeertragsteuer, die einen Teil der Gewerbesteuer darstellt, aber grundsätzlich zu den Objektsteuern gezählt wird, da sie primär den Gewerbebetrieb als Steuergegenstand betrifft.

Die Sätze von Ertragsteuern in Deutschland können unter Umständen sehr hoch liegen. So wird im Unternehmensbereich beispielsweise die Einkommensteuer mit der Körperschaftsteuer und der Gewerbeertragsteuer verknüpft und ergibt so Steuersätze, die unter Umständen bei über 60 Prozent liegen können. Zu beachten ist, dass im Rahmen von Ertragsteuern fast immer gewisse Freibeträge gewährt werden, bis zu denen keine Steuer entrichtet werden muss. Dies gilt insbesondere für die Einkommensteuer, bei der zunächst alle Einkommensquellen zusammengerechnet werden und von diesen die Werbungskosten, Sonderausgaben sowie außergewöhnliche Belastungen abzuziehen sind. Übrig bleibt das zu versteuernde Einkommen (also der Ertrag), von dem dann der entsprechende Anteil an Einkommensteuer zu entrichten ist. Überschreitet dieses zu versteuernde Einkommen allerdings eine gewisse Grenze nicht, so muss keine Einkommensteuer entrichtet werden. Mit steigendem Einkommen, das heißt steigendem Ertrag, steigen allerdings auch die Steuersätze fast aller Arten der Ertragsteuern. So liegt der höchste Steuersatz bei der Einkommensteuer unter Berücksichtigung der Kirchensteuer mittlerweile bei deutlich über 50 Prozent.

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