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Schuldenfalle: Begriff, Ursachen und Auswege





Der Begriff der „Schuldenfalle“ taucht in den Medien regelmäßig auf, sowohl in kritischen Reportagen über Menschen, die ihre finanziellen Spielräume aus den Augen verloren haben, als auch in Ratgebern, die Auswege präsentierten möchten. Der Begriff scheint also durch einen verstärkten medialen Gebrauch geprägt worden zu sein, ist jedoch mehr als eine bloße Schlagzeile, denn hinter ihm steckt ein ernst zu nehmendes Problem. Der Begriff der Schuldenfalle beschreibt im Grunde eine Situation, in der sich Privatmenschen befinden, wenn sie zunehmend die Kontrolle über den Grad ihrer Verschuldung verlieren – und diese Verschuldung dann so lange zunimmt, bis eine Überschuldung eintritt. Häufig geht damit nicht eine reine Mittellosigkeit betroffener Menschen einher, sondern ein gewisses Unvermögen, Finanzierungsrisiken zu erkennen und vorhandenes Vermögen optimal zur Refinanzierung einzusetzen.

Ursachen für eine Verschuldung

Die Ursachen für eine Verschuldung – und das Zuschnappen der Schuldenfalle – sind mannigfaltig und müssen sowohl vor einem persönlichen als auch vor einem öffentlichen Hintergrund betrachtet werden, denn nicht nur die Überschätzung der eigenen finanziellen Situation sondern auch zu hohe Zinsen von Banken und Kreditinstituten oder versteckte Kosten, die häufig bei Online Anbietern anfallen, können Ursachen für eine Verschuldung sein.

Ursachen aus privater Sicht

Ganz generell kann gesagt werden, dass eine Überschätzung der eigenen finanziellen Situation beziehungsweise eine mangelhafte Kenntnis darüber sowie geringer als erwartet ausfallende Einnahmen zu einer Verschuldung führen können. Am konkreten Beispiel können das etwa die unkontrollierte Nutzung von Handys und Smartphones, die die entsprechenden Rechnungen in die Höhe treibt, unbedachtes Surfen im Internet sowie ebenso unbedachtes Angeben von privaten Informationen im Internet, mit denen Anbieter die Verbraucher dann zur Rechnung bitten, ohne vorher ausdrücklich auf die Kosten hingewiesen zu haben, aber auch Süchte sein. Eine Sucht nach Alkohol, Glücksspielen oder auch Drogen zählt mit zu den häufigsten Ursachen einer Verschuldung und eines Geratens in die Schuldenfalle. Neben einer Fehleinschätzung der Ausgaben kann auch eine Fehleinschätzung der Einnahmen dazu führen, dass hohe Schulden entstehen. Zum Beispiel dann, wenn fest mit einer Bonuszahlung oder dem Weihnachtsgeld gerechnet wird und dieses ausgegeben wird, noch bevor man es erhält – wenn die erwartete Zahlung dann ausbleibt befindet man sich bereits in einer Verschuldung. Auch Einkommenseinbußen, etwa durch Arbeitslosigkeit, können dazu führen, dass laufende Kosten nicht mehr gedeckt werden können. Nicht zu vernachlässigen ist zudem die Gefahr, die von der Nutzung von Kreditkarten ausgeht, da diese einen bargeldlosen Zahlungsverkehr ermöglichen, das beanspruchte Geld muss häufig erst vier bis sechs Wochen später zurückgezahlt werden – allerdings mit Zinsen.

Ursachen aus öffentlicher Sicht

Nicht nur Verbraucher, sondern auch Anbieter können für Schuldenfallen verantwortlich gemacht werden. So nutzen sie ihre Überlegenheit häufig schamlos aus und unterbreiten scheinbar lukrative und preisgünstige Angebote, ohne dabei auf das volle Ausmaß der – häufig versteckten – Kosten hinzuweisen. Damit wird der Kunde bewusst in einem Irrglauben gelassen, der sich zu seinem Nachteil gestalten kann. Vor allem im Internet trifft man nicht selten auf diese Vorgehensweise, dort wird immer wieder mit „kostenlosen“ Angeboten geworben und gelockt, die tatsächlichen Kosten verbergen sich versteckt im Kleingedruckten und müssen erst einmal gefunden werden. Aktuell arbeitet die Bundesregierung jedoch daran, Verbraucher besser zu schützen und Online Anbieter per Gesetz dazu zu zwingen, ausdrücklich und gut sichtbar auf anfallende Kosten hinzuweisen.

Das sagt die Statistik

Laut Statistik des Statistischen Bundesamtes ist aktuell eine Arbeitslosigkeit die häufigste Ursache für eine Überschuldung, zum einen, weil laufende Kosten nicht mehr gedeckt werden können und sich als Schulden anhäufen, zum anderen dadurch, dass die Ausgaben nicht an die neuen Lebensumstände angepasst werden und versucht wird, den alten Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Im Jahr 2008 lag die Quote der Verschuldeten aufgrund von Arbeitslosigkeit bei mehr als 28 % in Deutschland. Weitere häufig genannten Gründe sind Trennung, Scheidung oder Tod eines Partners, eine plötzliche Erkrankung oder eine Sucht. In jeweils knapp 10 % der Fälle einer Überschuldung wurden eine unwirtschaftliche Haushaltsführung und eine gescheiterte Selbstständigkeit als Gründe angegeben. Am häufigsten bestehen die Schulden dabei gegenüber Banken, bei mehr als 50 % der verschuldeten Personen betrug das Einkommen im Erhebungszeitraum 2008 weniger als 900 Euro Netto – und lag damit unter der Pfändungsfreigrenze von 990 Euro.

So befreit man sich aus der Schuldenfalle

Natürlich ist es besser, erst gar nicht in die Schuldenfalle zu geraten, als sich später aus ihr befreien zu müssen. Damit man nicht in diese Falle tappt, ist eine umfassende Information bei allen Geschäften, die abgeschlossen werden, unabdingbar. Im Internet sollten man niemals einfach so seine Daten angeben, ohne zu prüfen, ob beim Dienst versteckte Kosten anfallen können, auch bei Banken und Kreditgebern sollte man sich ausführlich beraten lassen und sich nie zu etwas drängen lassen. Bedenkzeit darf eingefordert werden, auch, um verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen.

Sitzt man bereits in der Schuldenfalle, so ist es unbedingt notwendig, seine Ausgaben zu kontrollieren und auf ein Minimum herab zu senken. Die bestehenden Schulden sollten beglichen werden, keine neuen gemacht werden. Die Unternehmen lassen sich dabei meist bereitwillig auf Ratenzahlungen oder Ähnliches ein. Kostenlose Schuldnerberatungsstellen bei den Kommunen oder Verbraucherzentralen beraten gerne hinsichtlich der Möglichkeiten, die bestehen, um sich aus der Schuldenfalle befreien zu können.
Hinweis: Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität



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