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Royal Bank of Scotland (RBS)





Die Royal Bank of Scotland gehört zu den 10 größten Banken und Kreditinstituten weltweit, in Europa belegt sie den dritten Platz hinsichtlich der Größe. Die Bank unterliegt der Rechtsform der Aktiengesellschaft und hat ihren Sitz in Schottland, dort ist sie die größte Bank des Landes. Sie zählt zu den 29 Großbanken, die vom Financial Stability Board als systemisch bedeutsames Finanzinstitut eingestuft worden sind – und das trotz der massiven Krise, in der sich das Unternehmen seit 2008 befand. Die Geschichte der Royal Bank of Scotland reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück, viele Innovationen bezüglich des Finanzmarktes liegen bei dieser Bank begründet.

Daten, Fakten und die Entwicklung der Royal Bank of Scotland

Die RBS wurde bereits im Jahr 1727 gegründet, damals hatte sie den Zweck, einen Kontrahenten zur Bank of Scotland (gegründet 1695) zu bilden, die nur mit Zustimmung des schottischen Parlaments Kredite an den Staat vergeben durfte. Um den Widerständen durch das Parlament entgegenzuwirken, wurde also die RBS gegründet. Bereits im Jahr 1728, ein Jahr nach Gründung, war sie die erste Bank weltweit, die die Möglichkeit eines Überziehungskredits anbot. Ab den 1780er Jahren expandierte die Bank durch Niederlassungseröffnungen in ganz Schottland. Im 19. Jahrhundert wurden dann nicht nur weitere Filialen eröffnet, sondern auch bereits erste Banken übernommen. Ebenfalls im 19. Jahrhundert (1826) war es die RBS, die als erste Banknoten in Umlauf brachte, die beidseitig bedruckt waren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die RBS zur größten schottischen Bank avancieren, in den 1980er Jahren dehnte man dann seine Produktpalette auf Versicherungen und Investitionen in den USA aus, ebenfalls konnte das Privatkundengeschäft ausgeweitet werden. Die RBS zählt zu den internationalen Vorreitern Bereich des Telefon- und Online-Bankings, das man bereits seit den 1990er Jahren vermehrt betrieb.
In der jüngeren Vergangenheit konnte die Royal Bank of Scotland zu Beginn des neuen Jahrtausends die National Westminster Bank übernehmen und so an immer größerer Bedeutung auf dem europäischen und weltweiten Markt gewinnen. Seit 2005 befindet sich die Zentrale der Bank in der Nähe des schottischen Edinburgh, mit der Eröffnung des Firmensitzes konnten zahlreiche Mitarbeiter, die zuvor auf viele Filialen der Gegend vertelt waren, an einem zentralen Punkt beschäftigt werden. 2007 war die Royal Bank of Scotland gemeinsam mit Fortis-Gruppe und der spanischen Santander Bank an der größten Bankübernahme der Weltgeschichte beteiligt. Für 71,8 Milliarden Euro erwarben die drei Banken die niederländische Großbank ABN Amro. Nach diesem gemeinsamen Geschäft mit Santander übernahm die zum spanischen Konzern gehörende Santander Consumer Bank den Geschäftsbereich der Konsumentenkredite der RBS in Kontinentaleuropa. In verschiedenen Ländern sind die Niederlassungen heute als Santander Consumer Finance bekannt.

2008 geriet die RBS im Zuge der internationalen Finanzkrise selbst in eine Krise und musst milliardenschwere Verluste verschmerzen. Die britische Regierung gewährte jedoch Finanzhilfen, ein Großteil der Bankenanteile gingen dabei in den Besitz der Regierung über. Als eine weitere Folge der Finanzkrise musste und muss die RBS jedoch auch massiven Stellenabbau betreiben. Zu Beginn des Jahres 2012 kündigte die Royal Banko of Scotland eine weitere Verkleinerung des Sektors „Investmentbanking“ an – und damit ist ein weiterer Stellenabbau verbunden. Seit Beginn der Krise und inklusive der neuen Ankündigungen wurden (und werden noch) insgesamt 12.500 Stellen bei der RBS eingestrichen.

Heute hat die Royal Bank of Scotland AG ihren Sitz in der Nähe von Edinburgh und konnte im Jahr 2010 ein Bilanzsumme von 1.453 Milliarden Britischer Pfund erwirtschaften. Die Unternehmensleitung haben aktuell Philip Hampton und Stephen Hester inne.

Banknoten der Royal Bank of Scotland

Auch heute ist die Royal Bank of Scotland noch dazu befugt, eigene Banknoten auszugeben, die auf die Währung Schottische Pfund lauten und im Wechselkurs von 1:1 gegen Pfund Sterling eingetauscht werden können. Schottische Pfund sind immer noch offizielle Zahlungsmittel. Hinsichtlich des Drucks und der Ausgabe der Banknoten unterliegt die RBS jedoch den Vorgaben der Bank of England.

Das Angebot der Royal Bank of Scotland

In Deutschland gehören folgende Produkte zu den wichtigsten Angeboten der Royal Bank of Scotland: Beratung, Finanzierung und Risikomanagement für öffentliche und private Kunden, Bonds, Wandelanleihen, Börsengänge, Kapitalerhöhungen, M&A-Beratung, das Cash-Management sowie Zertifikate, mit denen sich Anleger an der Entwicklung von Aktien, Indizes und Rohstoffen beteiligen können. Zudem kann auch in Währungen investiert werden. Zu den Produkten im Wertpapier-Bereich zählen zusätzlich und unter anderem RBS Anleihen, Open End Zertifikate, MINI Future Zertifikate, Bonus Zertifikate, Aktienanleihen, Optionsscheine, Kupon Zertifikate, kapitalgeschützte Produkte und vieles mehr.

Kritik an der Royal Bank of Scotland

Zum einen war die Royal Bank of Scotland natürlich in der Vergangenheit – und bis heute – aufgrund des enormen Stellenabbaus massiv in die öffentliche Kritik geraten. Zudem musste sie sich der Kritik unterziehen, die enormen Investitionen bei der Übernahme der ABN Amro Bank im Jahr 2007 habe die Krise im eigenen Haus erst ausgelöst. Zwar konnte die RBS mithilfe der staatlichen Unterstützung zwar erhalten bleiben, jedoch mussten nicht nur Stellen abgebaut und der Großteil der Bank an die Regierung verkauft werden, sondern auch Teile des Investmentbankings viele der bestehenden Filialen mussten aufgegeben oder verkauft werden. Zudem kritisierte ein Bericht der Financial Service Authority Ende des Jahres 2011, dass die Bank über eine mangelnde Kernkapitalquote verfügt habe, es an interner Kontrolle gefehlt habe und dass die Übernahme-Überprüfung durch den Aufsichtsrat deutlich mangelhaft gewesen sei.
Hinweis: Keine Gewähr für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität



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