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Woher kommt die Macht der Rating Agenturen?

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Die Ratingagentur Standard & Poor's

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Die Ratingagentur Standard & Poor's

Die Ratingagentur Standard & Poor's zählt weltweit zu den wichtigsten Agenturen ihrer Art. Gemeinsam mit den Agenturen Fitch und Moody's wird sie als „Die Großen Drei“ bezeichnet, die vor allem im Zuge der internationalen Finanzmarktkrise eine große Rolle spielen. Der vollständige Name der Ratingagentur lautet dabei Standard and Poor's Corporation, häufig wird sie in der Literatur auch in ihrer Kurzform S&P angegeben. Entstanden ist die Ratingagentur bereits 1941, als die beiden amerikanischen Firmen H.V. & H.W. Poor Co. und Standard Statistics Bureau fusionierten. Seit 1966 ist Standard & Poor's jedoch eine Tochtergesellschaft des Unternehmens McGraw Hill. Der zentrale Firmensitz von S&P ist in New York City, an 38 weiteren Standorten, davon sieben in Europa und einer in Deutschland, ist das Unternehmen weltweit vertreten. Der deutsche Standort befindet sich dabei in Frankfurt am Main, dem Finanzzentrum der Bundesrepublik.

Der Aufgabenbereich von Standard & Poor's

Hauptsächlich stellt die Ratingagentur Analysen zur Bonität von Unternehmen und Gesellschaften an, um diese anschließend ausgehend von dieser Analyse zu bewerten. Die Daten, die dabei zur Analyse herangezogen werden, bestehen vor allem aus den Aktiengeschäften und Anleihen der Unternehme und Gesellschaften. Neben Unternehmen werden von Standard & Poor's jedoch auch Staaten geprüft und bewertet, was die Rolle der Agentur für den internationalen Finanzmarkt und auch dessen Krise von großer Bedeutung werden lässt.

Des Weiteren umfasst das Aufgabengebiet von S&P die Erstellung verschiedener Aktien- und Rohstoffindices an den amerikanischen Börsen.

Das Ratingsystem von Standard & Poor'

Die Ratingagentur vergibt nach ihrer Analyse verschiedene Bewertungen an Unternehmen und Staaten und entscheidet dabei nach eigenen Maßstäben, ob das betreffende Unternehmen oder der jeweilige Staat als Investment geeignet sind oder nicht. Dabei unterliegt diese Bewertung einem Buchstabensystem zwischen AAA und D, zudem werden die Noten R und NR vergeben, die jeweiligen Buchstabenkombinationen können mit Plus- und Minuszeichen modifiziert werden, um gegebenenfalls eine Tendenz anzuweisen, zum Beispiel von AA+ nach AAA oder von BB- in Richtung CCC. Detailliert ergeben sich folgende Bewertungen:

Zur Investition geeignet:

AAA – höchste Qualität, stabile Schuldnerlage

AA – immer noch gute Schuldnerlage, das Ausfallrisiko ist jedoch etwas höher als bei AAA

A – die wirtschaftliche Gesamtlage muss beachtet werden

BBB – Der Schuldner ist nur im oberen Mittelfeld der Güteklassen anzuordnen, agiert jedoch aus aktueller Sicht zufriedenstellend

Nicht zur Investition geeignet, „Ramsch“/“Junk“:

BB – Bewertung ist sehr von der wirtschaftlichen Gesamtlage abhängig

B – Schuldner befindet sich in einer ständig wechselhaften Situation

CCC, CC und C – spekulative Bonds, die Einnahmen des Schuldners sind als niedrig zu bewerten

CI – es stehen noch Zinszahlungen durch den Schuldner aus

SD – neben Zinszahlungen stehen auch in anderen Bereichen noch Zahlungen aus

R – der Schuldner befindet sich bereits unter regulatorischer Aufsicht, einzelne Zahlungsverzüge sind möglich

D – der Schuldner befindet sich in Zahlungsverzug

NR – keine Bewertung

Als sogenannte Junk-Bonds werden Anleihen bezeichnet, die mit BBB oder niedriger bewertet worden sind. Für den Schuldner ist das in erster Linie eher schlecht, Investoren vergeben ihre Gelder je nach Grad des Ratings dennoch häufig, da mit einem schlechteren Rating höhere Zinserträge einher gehen. Solche Anleihen können für mittelständische Unternehmen und auch für Schwellenländer jedoch immer noch mit niedrigeren Zinsen bedacht werden, als es bei den meisten Bankenkrediten der Fall ist. Somit können mit einem niedrigen Rating bis zu einem gewissen Grad gegebenenfalls noch Vorteile erzielt werden. Die Einstufungen von Standard & Poors und anderen Ratingagenturen sind dabei jedoch lediglich als Wahrscheinlichkeiten, inwiefern der analysierte Staat oder das geprüfte Unternehmen seinen Zahlungspflichten nachkommen können wird, zu betrachten – nicht aber als ausdrückliche Empfehlungen oder ein eindeutiges Abraten, da in die Bewertung neben den Fakten und Berechnungen auch subjektive Meinungen mit einfließen können.

Die Short-Term-Ratings

Neben Langzeitbewertungen, die vorangehende aufgelistet worden sind, vergeben die Ratingagenturen – und damit auch Standard & Poor's – zusätzlich so genannte Short-Term-Ratings. Dabei handelt es sich um Bewertungen, die auf einen deutlich kürzeren Zeitraum und somit auf die nahe Zukunft ausgelegt sind. S&P vergibt dabei folgende Short-Term-Ratings (inklusive der Entsprechungen zu den langfristigen Bewertungen):

A-1+ (entspricht AAA bis AA-, also einer hohen Bonitätsstufe)

A-1 (entspricht A+ und A-, also einer sicheren Anlage, sofern die Gesamtwirtschaftslage stabil bleibt)

A-2 (entspricht A- und BBB+, zwischen A-1 und A-3 anzusiedeln)

A-3 (entspricht BBB und BBB-, also einer durchschnittlich sicheren Anlage, Probleme könnten bei einer Verschlechterung der Gesamtwirtschaftslage auftreten)

B (entspricht BB+ bis B-, also (hoch) spekulativen Anlagen, bei denen mit Ausfällen gerechnet werden muss)

C (entspricht CCC+ bis C, Ausfälle können nur bei günstiger Entwicklung der Gesamtwirtschaftslage vermieden werden, bzw. sind sehr wahrscheinlich. Wird auch vergeben, wenn ein Insolvenzverfahren beantragt worden ist, es aber noch nicht zu einem Zahlungsverzug gekommen ist)

Für den Fall des Zahlungsausfalls vergibt S&P keine Bewertung im Short-Term-Bereich m Wie die Ratingagenturen generell, muss auch S&P sich immer wieder der öffentlichen Kritik unterziehen. Im Fokus der kritischen Äußerungen stehen dabei unter anderem die Methoden der Agenturen, bei denen auch subjektive Meinungen zum Tragen kommen und die Prognosen zutage bringen, die auf Daten aus der Vergangenheit beruhen. Dabei können unvorhersehbare Ereignisse nicht bedacht werden, zudem sind Rechenfehler möglich. Zusätzlich sieht sich S&P mit dem Vorwurf konfrontiert, aggressiver und weniger unabhängig zu sein, als es bei anderen Agenturen der Fall ist.

Die Ratingagentur Standard & Poor's